PROJEKT

64'er

DAS MAGAZIN FÜR COMPUTER-FANS ONLINE


Ergänzung

zum Artikel »Vom Fernseher zum Monitor«

64'er Ausgabe 2/Februar 1986, Seite 168

Ausgabe 1/86, Seite 31

Mehrere Leser haben uns darauf hingewiesen, daß immer noch Fernsehgeräte existieren, die nicht induktiv, also über einen Transformator, vom Spannungsnetz getrennt sind. Bei solchen Geräten ist von einem Umbau unbedingt abzuraten. Denn das Chassis kann, je nachdem wie der Schukostecker in die Steckdose gesteckt wird, »hochliegen«. Das heißt, daß die Masse des Fernsehgerätes mit der Phase des Spannungsnetzes verbunden ist. Da die Masse des Fernsehgerätes mit der Masse des Computers laut Umbauanleitung verbunden werden muß, liegt an dieser gegenüber »Erde« ein Potential von 220 Volt. Dadurch wird zwar nichts zerstört, weil der Computer induktiv vom Netz getrennt ist, aber überall im Computer, am Joystick-, User-, Expansion-Port und an allen anderen Schnittstellen existieren gegenüber »Erde« diese 220 Volt.

Ob ein Fernsehgerät induktiv vom Netz getrennt ist, läßt sich leicht feststellen.
Dazu gehen Sie am besten folgendermaßen vor:
1. Stecker des Fernsehgerätes aus der Steckdose ziehen
2. Rückwand des Gerätes abschrauben
3. Fernsehgerät einschalten
4. Mit Spannungsprüfer testen, ob Chassis hochliegt
5. Wenn nicht, Fernsehgerät ausschalten
6. Stecker ziehen und anders herum wieder in die Steckdose stecken
7. Fernsehgerät wieder einschalten und nochmals testen, ob Chassis hochliegt.

Liegt das Chassis »hoch«, unabhängig davon, wie der Stecker in der Steckdose steckt[1] beziehungsweise leuchtet das Lämpchen im Spannungsprüfer, dann besorgen Sie sich entweder einen entsprechenden Trenntrafo oder lassen aus Sicherheitsgründen den Umbau sein.

(ah)


[1] Anmerkung des Erfassers: Gemeint ist "bei irgendeiner Steckerstellung".

© Originalartikel: WEKA Verlagsgesellschaft, 64'er
© HTML-Veröffentlichung: Projekt 64'er online
Erfassung des Artikels: Jörg Bleimann



8-Bit-Nirvana | Impressum